Gespräche mit Kindern führen

Interview zum Jahresende mit Kindern

Wie mit Kindern ins Gespräch kommen?

Onkel und Tanten, Großeltern und Babysitter, Nachbarn und Gelegenheitsbesucher finden es oft schwierig, mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Bestimmt kennst du die Situation, in der du hoffnungsvoll fragst „Und, wie ist’s so in der Schule?“ und zur Antwort ein Schulterzucken, einen verächtlichen Blick oder eine Kürzestantwort bekommst.

Dabei wollen wir ja oft nur etwas Small Talk führen und uns als coolen Onkel oder nette Nachbarin empfehlen. Wir ahnen, dass die aktuelle Wetterlage, die Präsidentenwahlen in den USA oder das neuste Thai Pop-Up nicht zielführend sind.

Ich habe dir hier eine ganze Liste an Fragen vorbereitet, die es einfach machen, mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Einige sind „Aufwärm-Fragen“, andere kannst du gut weiter spinnen, um ein tieferes Gespräch zu entwickeln.

Interview mit deinem Star

Es gibt auch viele Familien, die ihren Kindern jedes Jahr diese Fragen stellen und so eine kleine Sammlung anlegen. Ich finde, das ist aussagekräftiger als die Striche am Türrahmen und sogar als viele Fotos! Du kannst dies auch als richtiges Star-Interview zelebrieren!

Du bekommst so eine Übersicht über beste Freunde, Lieblingsbücher und liebste Ferienerinnerungen und wie sie sich über die Jahre entwickeln. Diese Details gehen ja oft vergessen, dabei sind es die kleinen Alltags-Erlebnisse, die uns prägen! Ein geeigneter Zeitpunkt für dein Interview kann der Geburtstag sein oder auch der Jahreswechsel.

Lade dir hier dein Interview herunter:

Jahresinterview mit Vorschulkindern

Jahresinterview mit Vorschulkindern

Jahresinterview mit Schulkindern

Jahresinterview mit Schulkindern

Jahresinterview ab ca. 10 Jahren

Falls du und dein Kind Lust habt, diese Fragen als Ausgangsbasis für ein vertieftes Gespräch zu nehmen, eignen sich die meisten auch dafür.

Wie bringt man Kinder zum Reden?

Kindercoach Christine Weiner nennt in ihrem Buch „Erzähl doch mal von dir!“ die wichtigste Voraussetzung: Schenke dem Kind die volle Aufmerksamkeit! Kinder merken nämlich sofort, wenn du nur mit halbem Ohr zuhörst.

Kinder machen oft genug die Erfahrung, dass Gespräche, welche die Erwachsenen initiieren, in Belehrungen  münden. In diesem Interview willst du aber einfach mehr über das Kind erfahren. Du bewertest nichts (iiiii Mayonnaise-Brot ist ja eklig! ) und gibst auch keine guten Ratschläge (versuch doch einfach mal ohne Stützräder zu fahren, es kann ja nichts passieren).

„Warum?“ ist selten eine kluge Frage. Genau wie wir Erwachsene vermuten auch Kinder oft, dass sie sich auf diese Frage rechtfertigen müssen. Und wie soll ich bitteschön erklären, warum Erdbeereis mein Lieblingseis ist? Es ist halt einfach so.

Erfolgreichere Alternativen zu „Warum?“

War das schon immer so? Seit wann magst du das so gerne? Und wie war das früher?

Gibt es ganz bestimmte Situationen, in denen du deine Meinung änderst?

Wen kennst du, der auch deiner Meinung ist?

Gibt es jemanden, der das ganz anders empfindet?

Wie hast du das gelernt? Welche Tipps könntest du mir geben?

Was ist das Schönste daran? Und was müsste man noch verbessern?

Wie hast du dich gefühlt, … (als sie dich so gelobt hat | als das passierte | als er dir dies sagte?)

Ich hoffe, du beginnst jetzt, ein „jährliches Interview“ mit deinem Kind zu führen. Schreibe mir doch in den Kommentaren, was für Traditionen ihr pflegt, um die Entwicklung deines Kindes festzuhalten!

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